| Was ist Zen |
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Was ist Zen: Philosophie, Religion oder Lebensart? Im Sanskrit dhyana, auf chinesisch ch’an, auf japanisch zen: denken, nachdenken, meditieren. Im Laufe der sprachlichen, historischen und kulturellen Entwicklung zeigt sich, dass Zen weder eine Religion noch eine Philosophie sondern vielmehr eine Methodik des Geistes, des Bewusstseins und des Denkens ist, die von jedem immer und überall angewendet werden kann. Zen ist ein einfacher, direkter und konkreter Weg, uns in die Realität, ins „Hier und Jetzt“, zurückzuführen. Auf dem Weg des Zen kann jeder die Konditionierungen und vorgeprägten Vorstellungen, hinter denen sich die Wirklichkeit verbirgt, loslassen und sich Augenblick für Augenblick ins Leben versenken, um die Absolute Wahrheit zu erfassen und sie frei und kreativ zu leben. Zen möchte nicht erklären, was diese Absolute Wahrheit ist, denn nur durch die unmittelbare Erfahrung kann man sich dieser annähern, und jeder Versuch einer Erklärung wäre nicht absolut sondern relativ. Überall auf der Welt haben Mystiker, seien es Sufi, Christen, Buddhisten, Hinduisten oder Aborigines auf die Sicherheit von Theorien und eigenen Denkmustern verzichtet um diese Absolute Wahrheit zu erfahren. Die Wahrheit ist eine einzige; der Weg des Zen befasst sich mit dem Absoluten, nicht mit einem religiösen Schema, das vom Menschen als „persönliches Ich“ festgesetzt wurde. Tatsächlich greift Zen auf die Lehren jenes freien Menschen, des Buddha Shakyamuni zurück, wo … Eines Tages
eine riesige Menschenmenge sich versammelte um die Lehren des Shakyamuni, des Buddha zu hören. Der Buddha sagte kein Wort hielt einfach eine Blume in der Hand, nur der Schüler Kasyapa verstand die Essenz dieser Geste. So erfolgte die erste Übertragung einer Lehre ohne Wort, von Meister zu Meister von Geist zu Geist i Shin den Shin. Tausend Jahre später kam ein indischer Mönch
nach einer langen Reise nach China, er hieß Bodhidharma. Er war der achtundzwanzigste Erbe einer ununterbrochenen Linie von Meistern, in direkter Abstammung des Buddha und trug in sich die Essenz jener Lehre. So wie andere auf der Welt machte der Buddha Shakyamuni eines Tages die unmittelbare Erfahrung des „wahren Wesens des Lebens“, der Erleuchtung, und verbrachte seine gesamte verbleibende Existenz damit, den anderen den Weg zu zeigen, damit auch sie selbst diese verwirklichen könnten. Durch den Zen ist die Botschaft des Buddha über eine ununterbrochene Übertragungslinie von Meistern zu uns gelangt. Das ist der Grund, weshalb im Zen nicht so sehr die schriftlichen Lehren, sondern vielmehr das wahre Leben des Erleuchteten Meisters wichtig ist. Grundlegend ist nicht das Ergründen des Wegs des Buddha, sondern diesen zu leben, im täglichen Leben zu erneuern. Wir können also sagen, dass Zen im gegenwärtigen Moment, im „Hier und Jetzt“, zu finden ist und wir uns nur in ihm wiederfinden können. Übersetzung von Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. |
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